Schöne in meiner umgebung Bilder:
Way of Peace and Solitude

Bild von h.koppdelaney
Way Home
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Auf dem Weg zum inneren Frieden – Aufsätze – Sinnfindung
Was bewegt dich? Was ist dein Lebensziel? Erkenne deine Zukunft.
Innen regt sich etwas in dir und dieses etwas bewegt dich in eine Richtung. Sehnsucht zum Beispiel ist eine drängende Emotion, die sich erfüllen und in eine Handlung umsetzen will. Sehnsucht nach Nähe, nach Eros, nach Macht. Sehnsucht ist der Begriff für eine treibende Kraft in deinem psychischen System. Zuweilen wird sie dermaßen stark, dass sie dich zu den verrücktesten Handlungen zwingt. Alle Geschichten um Verliebtheit oder Eifersucht, liefern ein schnelles und passendes Beispiel.
Sehnsucht aber ist nur ein Begriff für eine Emotion unter vielen. Die bekanntesten sind wohl die als Todsünden bekannten Laster. Eitelkeit ist ein ebenso starker Trieb wie Zorn oder Habgier. Starke Emotionen wie diese erzeugen eine bestimmte Umgebung, denn wer von einem Spieltrieb besessen ist, wird sich beim Pokern, bei Roulette und anderen Glücksspielen, auch an der Börse wiederfinden. Und wer den unwiderstehlichen Drang in sich spürt, dem Eros folgen zu müssen, wird vielleicht eine Profession wählen, die mit diesen Dingen zu tun hat, womit die Erfüllung der Bedürfnisse gemeint ist.
Der Erfüllung der Bedürfnisse werden aber Grenzen gesetzt. Zahlreiche gesellschaftliche Bräuche, viele Gesetze dämmen die Energie der Natur ein. Mit Natur meine ich hier die emotionalen Basisinstinkte wie Überlebenstrieb und Fortpflanzungstrieb.
Die Biologie benennt diese Kräfte mit Begriffen wie Instinkt oder Motivation. Wer gerade seinem Trieb der Lust folgen muss, der erlebt ein Wort, einen Begriff energetisch, inhaltlich. Selbsterkenntnis wird anfangs von außen vermittelt. Eine äußere Rüge erhält, wer sich nicht im Zaum halten konnte. Die Verurteilung ist eine Beurteilung, denn sie sagt beispielsweise, welche Emotion mit dem Betreffenden durchgegangen ist. Zahlreiche Vergehen liegen im sexuellen Bereich, denn die sexuelle Triebkraft gehört zu den stärksten.
Sexuelle Lust wird auch der „Teufel“ genannt, von dem der „Verurteilte“ geritten wurde. Und dieser macht ihn zum „geilen Bock.“ Der Volksmud benutzt plastische Metaphern für die Umschreibung sexueller Zügellosigkeit.
Doch was wäre die Welt ohne teilzuhaben an der erotischen Lust? Manche Menschen jammern den kleinen Teufelchen hinterher, weil das Feuer im Bereich der Lenden versiegt ist. Ein bisschen Teufel ist scheinbar doch willkommen, und in der Tat versuchen viele ihr erotisches Feuer mit allerlei Hilfsmitteln anzufachen. Heimlich suchen sie die Teilhabe an Gefühlen der heidnischen Götter wie Aphrodite und Dionysos.
Wer auf lustvolle Ekstase verzichtet, kommt in die Macht. Auch hier der Rausch, der Kick, die Sucht. Sehnsucht nach Macht motiviert viele Politiker. Bedürfnisse sind es, die den Menschen bewegen und ihn in Abenteuer verwickeln, die das ausmachen, was man das Leben nennt.
Die Natur lässt mich leben, doch anfangs wurde ich von ihr übermannt. Ich hatte kein Mitbestimmungsrecht, weil ich nicht wusste, was mit mir geschieht.
Aufgrund meiner bewussten Auseinandersetzung mit den Trieben konnte ich ein Mitspracherecht entwickeln, denn Bewusstheit kann am Prozess des Lebens teilhaben. Bewusstheit wird so klar, dass es lebt und handelt, ohne sich einzumischen. Es lässt die Dinge laufen. Wu-Wei nennen die Taoisten diesen Umstand: Nicht-Handeln.
Die Bewusstheit, der Logos ist sich über alle ihm wesentlichen Aspekte des Daseins bewusst geworden und belässt den Ablauf der Dinge wie er ist. Bewusstheit weiß, dass sie am Prozess und der Planung des Lebens ihren Anteil hatte, daher kann sie sich darauf verlassen, dass sie das Programm gut und richtig programmiert und so gestaltet hat, dass alle Erfahrungen gemacht werden können, die auf dem Lebensplan stehen.
Gefühle kommen und Gefühle gehen. Sie unterliegen einem Wechselspiel wie Sonne und Mond. Aus Nacht wird Tag und aus Ebbe wird Flut. Liebe wechselt zu Hass. Und Hass wird zu Liebe.
Bindungen entstehen und sie lösen sich wieder auf. Fülle wird zu Mangel und schließlich geht es wieder umgekehrt. Das Wechselspiel von Yin und Yang ist klassisch. Den Ablauf des Lebens bewusst zu erleben, dass ist die Basis des Mitbestimmungsrechts. Bewusst mit dem Wandel zu gehen, das ist das Mitbestimmungsrecht.
Welche Gefühle beherrschen dein Leben? Welches Gefühl steht für dich im Vordergrund? Ehrgeiz? Eitelkeit? Neid? Oder ist es die Trägheit? Es ist schwer, die eigene Motivationskraft zu definieren, es erscheint, als habe man von allen Sünden etwas – was zutrifft, aber die Gewichtung der einzelnen Motivationskräfte ist unterschiedlich.
Es ist ein guter Anfang zu erkennen, dass jemand von Habgier oder Wollust angetrieben wird. Starke Begierden sind leicht zu erkennen, vor allem bei Menschen, deren Begierden in der Öffentlichkeit bekannt werden. Anschließend kommst du zu dir und deinen Motivationskräften.
Selbsterkenntnis führt in die Freiheit der Selbstannahme und der Selbstliebe. Darum erscheint mir die Analyse der eigenen Gefühle so wichtig.
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Sound of Silence

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Wisdom of the Age – Happy with myself. Alone.
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Der stille Gesang im Augenblick
Das Leben als solches als Ziel zu erkennen erschien mir anfangs unsinnig. Ich war mir doch – so glaubte ich – bewusst, dass ich lebe. Was ich nicht wusste, war der Umstand, dass ich mein Leben durch Schleier wahrnahm, die es mich dumpf, dunkel und als überwiegend schmerzhaft wahrnehmen ließen. Daher dachte ich, das Leben müsse ein Ziel haben etwa in der Art, eine Karriere zu machen und die Leiter des Erfolges zu erklimmen. Spiritueller und künstlerischer Erfolg schwebte mir vor. Erfolg. Das allerdings ist einer der Schleier. Vorstellungen beschäftigen den Geist und halten ihn von der Wahrnehmung des Augenblicks ab.
Ich saß beispielsweise im Zug und war in Gedanken auf einem Seminar oder einem Empfang. Von dem mir gegenüber sitzenden Ehepaar nahm ich nur ein Hintergrundgeräusch war. Das Kind spielte mit einem Taschencomputer, während sie sich unterhielten, unterbrochen nur von kleinen Freudenschreien des Jungen, dem es gelungen war, bei seinem Spiel einen Punkt zu machen.
Neben dem Jungen saß die Oma. Sie warf immer wieder einen Blick auf den Spielverlauf und lächelte, wenn es ihr Enkel geschafft hatte, eine Computerfigur auszutricksen.
Auch bemerkte ich, wie sie mich musterte und gleichzeitig dem Gespräch des Paares folgte, ohne sich kommentierend oder fragend daran zu beteiligen. Sie schwieg die ganze Zeit und schien dennoch sehr beteiligt an dem ganzen Geschehen.
Offensichtlich war ihr Geist nicht mit abstrakten Gedankengängen beschäftigt, denn stets hatte sie einen wachen Blick auf die Ereignisse. Sie war nicht geistesabwesend wie man es bei manchen Reisenden spürt, wenn sie im Zug sitzen wie ich und Pläne machen für den nächsten Arbeitstag oder das Treffen mit einer wichtigen Persönlichkeit.
Doch für einen kurzen Augenblick teilte ich den Raum der Präsenz mit der elegant doch ältlich gekleideten Frau.
Während ich die hier beschriebenen Erkenntnisse sammelte trafen sich unsere Blicke und wir lächelten uns an. Sie nickte freundlich und ich hatte für einige Sekunden das Gefühl, sie erkenne mich und mein Wesen allein durch ihren offenen Blick.
Ich dachte, was denkt sie wohl über mich? Heute bin ich sicher, dass sie nichts dachte. Sie nahm mich wahr, ohne in Worten und Konzepten zu denken. Sie kategorisierte mich nicht. Es schien ihr egal, ob ich der war, der ich vorgab zu sein. Meine Anpassung an meine Umgebung ist defensiv zurückhaltend. Ich reagiere eher introvertiert während andere gern den Kontakt und das Gespräch suchen.
Ich nickte zurück und meine Mundwinkel zogen sich nach oben. Ich war freundlich doch stumm und zog mich langsam aus der spontanen Offenheit zurück, um nicht den Anlass zu geben, ein Gespräch zu beginnen. Ich bemerkte, dass sie kein Bedürfnis hatte zu reden und freute mich, dass auch sie die Stille zu genießen wusste.
Ich verschwand also wieder in meinen Gedankengängen, bemerkte aber gleichzeitig, wie ich begann, die Frau zu analysieren. Alter, Status, Typus, Eigenschaften, Auftreten und dann spürte ich Respekt in mir und fragte mich, wofür ich ihr Anerkennung zollte.
Es war ihre Fähigkeit im Augenblick zu sein, hier in diesem Zugabteil und unter eben genau diesen Bedingungen. Eine scheinbar langweilige Situation wie sie alltäglich in ähnlicher Form geschieht konnte sie mit dem gleichen Maß an Präsenz erleben wir das Kind. Dessen Aufmerksamkeit allerdings war gefesselt an die kleinen Figürchen, die zappelnd über den Bildschirm hüpften. Der Junge war also aufgegangen im Spiel, während mir die Frau nicht versunken schien.
Mir war bewusst, dass sie jede meiner Regungen verfolgte, obwohl sie nicht explizit darauf achtete. Als es mich an der Wange juckte und ich mich kratze, sah ich aus den Augenwinkeln, dass ihr Interesse an meiner Geste ganz ungezwungen und mit kindlicher Neugier war.
Mir wurde bewusst, könnte ich die Vorgänge im Abteil erleben, ohne in Gedanken ständig abschweifen zu müssen, wäre meine Wahrnehmung umfassender und detaillierter. Doch diese Erkenntnis versank wieder hinter Schleiern bis ich gelernt hatte, mein Bewusstsein von unerwünschten Gedanken weitgehend frei halten zu können.
Wie hatte diese Frau das geschafft? Und war ihr der Umstand ihrer Fähigkeit zu präsentem Sein bewusst? Mit meinem eigenen zunehmenden Alter erfahre ich die wachsende Fähigkeit, mich von äußeren Ereignissen nicht mehr fesseln zu lassen. Das Theater der weltlichen Dinge verblasst vor dem Hintergrund zunehmender Aufmerksamkeit für das Hier und Jetzt. Das Leben findet im Augenblick statt. Es gibt nichts mehr zu erreichen. Ich bin angekommen im Zug des Lebens der einfach immer weiter fährt ohne mein Zutun.
Was verbleibt? Ich besinge den jeweiligen Augenblick, innerlich, gedankenlos wie es die grauhaarige Frau in dem Zugabteil tat.
An ihren leuchtenden Augen sah ich, dass sie das Leben besang. In Stille.
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